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ÖHV-Foren

ÖHV-Foren

Exklusiver Branchentreff für Mitglieder. Aktuelle Trends, Chancen und Lösungen im Fokus – 2026 zu den Themen Bauen & Finanzieren (Lech), Longevity (Saalfelden) und Mission Arbeitsmarkt: Fachkräfte für morgen sichern (Wien).

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Termine 2026

2026 geht die ÖHV-Forenreihe weiter – mit noch zwei Terminen und Chancen zum Austausch. Jetzt schon im Kalender eintragen – weitere Details folgen in Kürze!

Nachlese ÖHV-Forum Lech 2026

Bauen und Finanzieren braucht mehr Klarheit

Steigende Baukosten, höhere Zinsen und strengere Finanzierungsanforderungen verändern den Hotelbau grundlegend. Beim ÖHV-Forum Lech 2026 drehte sich deshalb alles um die Frage, wie Hotelprojekte heute realistisch geplant, wirtschaftlich abgesichert und im Betrieb erfolgreich umgesetzt werden können. Das Forum in den Lechwelten verband Projektmanagement, Baupraxis und Finanzierung zu einem ganzheitlichen Blick auf erfolgreiche Hotelinvestitionen.

Zum Auftakt begrüßte Moderatorin Caroline Preinfalk, ÖHV die rund 120 Teilnehmer in den Lechwelten. Lechs Bürgermeister und Hotelier Gerhard Lucian verwies auf die Bedeutung von Investitionen für den gesamten Standort, ÖHV-Landesvorsitzender Vorarlberg Oswald Jäger sprach vom Bauen als Teil der DNA der Hotellerie. ÖHV-Präsident Walter Veit ordnete die aktuellen Herausforderungen der Branche politisch ein und machte klar, dass Investitionen heute mit deutlich mehr Weitblick geplant werden müssen.

Arnold Harrasser von Michaeler & Partner zeigte, warum klare Konzepte heute wichtiger sind als Größe oder Optik. Wer in Hotels investiert, müsse früh die Zielgruppe definieren, das Haus als Ertragsimmobilie denken und vor Baubeginn für maximale Planungssicherheit sorgen. Nur so lassen sich teure Fehler in einem Umfeld vermeiden, das von stark gestiegenen Kosten und anspruchsvolleren Finanzierungen geprägt ist.

Josef Göbel machte deutlich, dass ein gutes Konzept allein nicht reicht. Erfolgreiche Hotelbauprojekte entstehen dort, wo aus Sicht des späteren Betriebs geplant wird. Wege, Abläufe und Prozesse müssen im Alltag funktionieren. Erst dann kann Gestaltung ihre volle Wirkung entfalten. Seine zentrale Botschaft: Nicht Räume planen, sondern Abläufe.

Wie wichtig dieser Praxisblick ist, zeigte Barbara Winkler, ÖHV-Landesvorsitzende Tirol, in der Diskussion. Sie berichtete aus eigener Erfahrung über Bauentscheidungen, die sich im Betrieb bewähren müssen. Im Mittelpunkt standen Zielgruppenorientierung, Gästebedürfnisse, Materialwahl und die wirtschaftlichen Risiken von Investitionen.

Am Nachmittag rückte die Finanzierung in den Fokus. Matthias Matzer von der OeHT gab einen Überblick über Finanzierungslösungen für Modernisierung, Erweiterung und nachhaltige Weiterentwicklung. Daniel Horak von CONDA zeigte, wie Hotels mit Crowdinvesting Eigenkapital stärken, Liquidität sichern und Investorinnen und Investoren zu Markenbotschaftern machen können.

In der abschließenden Diskussionsrunde mit Bankenvertretern wurde deutlich, dass Finanzierung heute mehr Vorbereitung, klarere Konzepte und realistische Strukturen verlangt. Genau das war die zentrale Erkenntnis des Forums: Erfolgreiche Hotelprojekte brauchen weniger Improvisation und mehr Konsequenz in der Planung, in der Umsetzung und in der Finanzierung.

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Nachlese: ÖHV-Forum Wien am 09. Oktober 2025

Internationale Reiseströme sind im Umbruch – und mit ihnen die Chancen für Österreichs Hotellerie. Beim ÖHV-Forum Wien diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Tourismus, Aviation und Hotellerie, wie sich Märkte entwickeln, welche Herausforderungen bestehen und wo die größten Potenziale liegen.

Deutlich wurde: Klassische Herkunftsmärkte wie Deutschland, die Schweiz oder die Niederlande verlieren an Bedeutung, während Fernmärkte wie USA, China, Indien, Südkorea oder die Golfstaaten an Dynamik gewinnen. Diese Gäste zeichnen sich nicht nur durch steigende Ankunftszahlen aus, sondern auch durch eine deutlich höhere Kaufkraft. Während europäische Besucher:innen durchschnittlich 171 Euro pro Tag ausgeben, liegen Gäste aus arabischen Märkten bei 492 Euro, asiatische bei 392 Euro und nordamerikanische bei 341 Euro.

Ein zentraler Hebel ist das Premium- und MICE-Segment: Kongressgäste geben im Schnitt 560 Euro pro Tag aus und generierten allein 2022 eine Wertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro. Über 80 % wollen Wien und Österreich nach einem Kongressbesuch wieder bereisen – ein enormer Multiplikatoreffekt für die Hotellerie.

Gleichzeitig wurden zentrale Herausforderungen benannt: Die österreichische Flugabgabe schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit, fehlende Event-Locations bremsen das Kongressgeschäft und lange Visa-Wartezeiten verhindern Wachstum aus wichtigen Märkten wie Indien oder China.

Die Lösung liegt in enger Kooperation: Im „Team Vienna“ und weit darüber hinaus müssen Hotellerie, Tourismusorganisationen, Politik und Aviation gemeinsam Strategien entwickeln, um Österreich als Premium- und Ganzjahresdestination zu positionieren. Für die Betriebe bedeutet das, selbstbewusst Preise und Qualität zu halten, sich kulturell auf neue Gästeströme einzustellen und mit maßgeschneiderten Angeboten die Chancen der Zukunft aktiv zu nutzen.

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Nachlese: ÖHV-Forum in Leogang am 25. Juni 2025

KI in der Ferienhotellerie – Chancen nutzen, Zukunft gestalten

Wie wird Künstliche Intelligenz die Ferienhotellerie verändern? Welche Möglichkeiten eröffnen sich für Hotels, ihre Gäste noch individueller zu betreuen und gleichzeitig Prozesse zu optimieren? Diese Fragen standen im Zentrum des ÖHV-Forums im Krallerhof in Leogang – und lockten über 200 Hoteliers, Touristiker:innen und Branchenpartner an. Ein deutliches Zeichen dafür, wie relevant das Thema für die österreichische Hotellerie ist.

Digitalisierung als Chance

Gastgeber Christian Altenberger vom Krallerhof betonte gleich zu Beginn die Chancen, die die Digitalisierung für Betriebe bietet. ÖHV-Präsident Walter Veit sprach über die Notwendigkeit, jetzt zu handeln, um den Anschluss nicht zu verlieren. Neben KI ging es auch um branchenpolitische Themen wie das Gästemobilitätsticket, die Sammelklage gegen Booking.com und die umstrittene Trinkgeldregelung.

Von TikTok-Suche bis KI-Agenten

Tourismus-KI-Coach Manuela Machner (KiNET.ai) zeigte eindrucksvoll, wie sich das Suchverhalten ändert: Jüngere Zielgruppen informieren sich immer häufiger über Plattformen wie TikTok oder Instagram. Klassische Hotel-Websites verlieren dabei an Bedeutung, während KI-Systeme – von ChatGPT bis Perplexity – zunehmend selbst die Buchung übernehmen. Für Hotels bedeutet das: Klare Positionierung, strukturierte Daten und eine durchdachte digitale Strategie werden zur Pflicht, um künftig von KI gefunden und empfohlen zu werden.

„KI macht Hoteldienstleistungen persönlicher“

Olga Heuser, Gründerin von DialogShift, nahm die Teilnehmer:innen mit in die Welt der KI-gestützten Gästekommunikation. Sie zeigte, wie Chatbots, Phone-AI und automatisierte Review-Tools bereits heute Hotels entlasten, Kosten sparen und gleichzeitig eine konsistente, personalisierte Betreuung ermöglichen. Ihre Botschaft: Technologie macht das Hotelerlebnis menschlicher, weil sie den Teams den Rücken frei hält und Raum für echte Begegnungen schafft. „Augmented Hospitality“ nennt sie dieses Zusammenspiel von KI und gelebter Gastfreundschaft.

Praxisnah und ehrlich

Zwei Panelrunden mit Hoteliers – darunter Tatjana Hartmann (the cōmodo), Nina Winner (Adler Resort), Christian Grünbart (Hotel AVIVA), Peter Just (The Eder Collection), Michael Madreiter (Puradies) und Christiane Eiböck (Naturhotel Forsthofgut) – machten klar: In vielen Häusern ist KI längst Realität. Ob bei der Planung von Personaleinsätzen, im Marketing oder in der Gästekommunikation – smarte Tools helfen, Zeit zu sparen, Fehler zu vermeiden und flexibler auf Gäste einzugehen. Offen diskutiert wurden auch Hürden: etwa Datenschutzfragen, die Integration in bestehende Systeme oder die Herausforderung, Teams für den Wandel zu begeistern.

KI ist gekommen, um zu bleiben

Mentimeter-Umfragen unter den Teilnehmer:innen zeigten, dass KI in den meisten Betrieben bereits punktuell oder regelmäßig genutzt wird. Das größte Potenzial sehen viele im Marketing und in der Gästekommunikation – während fehlendes Know-how und technische Einstiegshürden die häufigsten Bremsklötze sind.

Die Kernbotschaft des Tages: KI ersetzt keine Mitarbeitenden, sondern ergänzt und verstärkt deren Arbeit. Um langfristig erfolgreich zu sein, braucht es strategische Investitionen, ein offenes Mindset und den Mut, Neues auszuprobieren.

Abgerundet wurde das Forum durch eine stimmungsvolle Weinverkostung und einen Hüttenabend in der KrallerAlm – ganz ohne Algorithmen, aber mit viel Herzlichkeit und persönlichem Austausch.

 

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Nachlese: ÖHV-Forum in Lech am 10. April 2025

Tourismusfinanzierung im Fokus

Wie sichern wir die Investitionen der Zukunft? Um diese Frage drehte sich alles beim ÖHV-Forum „Finanzierung im Tourismus“, das am 9. April rund 120 Branchenteilnehmer:innen in die Lechwelten am Arlberg führte.

Herausforderungen und Chancen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Veränderungen in der Finanzierungslandschaft:

  • Auswirkungen von Basel IV auf die Tourismusbranche
  • Neue Risikoklassifizierungen für touristische Immobilien
  • Wachsende ESG-Anforderungen
  • Alternative Finanzierungsinstrumente und Fördermöglichkeiten

Bernhard Freudenthaler vom Bankenverband erläuterte die Konsequenzen von Basel IV, während Vertreter der Raiffeisen-Landesbanken Tirol und Vorarlberg sowie der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ihre aktuellen Anforderungen an Kreditnehmer vorstellten.

Praxisnahe Expertise

Die Teilnehmer erhielten wertvolle Einblicke von renommierten Branchenexperten:

  • Helmut List (Kohl & Partner) zu relevanten Finanzkennzahlen und Benchmarks
  • Dr. Gregor Hoch (Hoch Consulting) zur Früherkennung finanzieller Schieflagen
  • Andreas Kapferer (Deloitte Tirol) mit steuerlichen Optimierungstipps
  • Erich Falkensteiner (Falkensteiner Hotels) und Gerhard Sperrer (hoxami.com) zu alternativen Finanzierungsmodellen

Networking und Rahmenprogramm

Nach dem inhaltlich intensiven Programm bot das Forum Gelegenheit zum informellen Austausch im Alten Goldenen Berg in Oberlech und im Tanzcafé Arlberg im Hotel Post. Ein besonderes Highlight war das Skifahren mit Olympiasieger und Weltmeister Benni Raich am folgenden Tag sowie der kulinarische Abschluss im Gourmet Hotel Rote Wand.

 

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Nachlese 2024

Das ÖHV-Forum KI im Hotel fand am Donnerstag, 10. Oktober 2024 im Anantara Palais Hansen Vienna Hotel in Wien statt. Impressionen und Bilder von der Veranstaltung finden Sie auf flickr.

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Das 1. ÖHV-Forum zum Thema Food Trends fand am Mittwoch, 19. Juni 2024 im Arabella Jagdhof Resort am Fuschlsee statt.
Weitere Impressionen und Bilder von der Veranstaltung finden Sie auf flickr.

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Ihre Ansprechpartnerin

DI Barbara Diallo-Strobl

DI Barbara Diallo-Strobl

Projekt- und Eventmanagement E-Mail senden +43 1 5330952-13

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