Nachlese ÖHV-profit.day 09. Juni 2016

Fünfzig Hoteliers aus dem Burgenland, der Steiermark und Niederösterreich folgten unserer Einladung zum profit.day zum Thema „Preise für Gewinner, Erfolgreich mit der richtigen Preis-Strategie“.

ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer führte eingangs aus, dass die Rahmenbedingungen für die Hotellerie trotz Jubelmeldungen über immer mehr Nächtigungen keine einfachen sind. EGTs der 4-/5-Sterne-Häuser liegen bei 2 %, dennoch erhöht die Bundesregierung die Umsatzsteuer und verlängert die Abschreibung und setzt damit dem das Messer an, der den Karren durch die Wirtschaftskrise gezogen hat. Der Fokus auf Preisdurchsetzung ist für die Branche daher essentiell wichtig, weil wir über den Preis den größten Hebel auf das Ergebnis haben!
 
Das erfordert aber, dass die Hotellerie die Hoheit über ihre Preise zurück erlangt. Aktuell wird ein Gesetz zum Verbot der Ratenparität vorbereitet – hier kommt die Politik endlich einer massiven Forderung der ÖHV nach. Gleichzeitig müssen Direktbuchungen in den Betrieben forciert werden. Die ÖHV unterstützt daher die europaweite Kampagne „Direkt buchen“ und auch der ÖHV-Hotelguide 2016/17 steht heuer ganz im Zeichen von Direktbuchungen.

DSC_0017_.jpg

Und weil wir dafür Mitarbeiter brauchen, die Online Vertrieb und Revenue Management perfekt beherrschen, appellierte Michaela Reitterer an alle Anwesenden  
Martin Schobert von tourismusdesign gmbh & co kg möchte Hoteliers motivieren, Destinationsmarketing zu nützen und zu fordern, ihr Hotelmarketing neu und kreativ zu denken, Flexibilität der Gäste zu belohnen, Möglichkeiten für up- und cross-selling auszuloten und verstärkt Erlebnisse statt Hotelzimmer zu verkaufen.

DSC_0022.JPG

Wofür ist der Gast von morgen bereit zu zahlen? Eine Minibar mit Kleidung und Reise-Accessoires, ein Doppelbett im Wald oder gratis WLAN in der ganzen Destination? Wie kann ich die Phasen der „Customer Journey“ nutzen um meinen Preis und die damit verbundenen Werte und Leistungen nachhaltig zu positionieren? Macht es im eigenen Betrieb Sinn late check-in und check-out oder Tageszimmer zu forcieren? Kann ich Gruppen wie z.B. Hochzeitsgesellschaften aktivieren gemeinsam eine Hochzeitsreise inkl. diverser Mehrleistungen zu kaufen? Bei den vielen Anregungen, die Martin Schobert geboten hat, war hoffentlich für jeden etwas dabei!

DSC_0036.JPG

Wie man eine Preis-Strategie entwickelt, die für den Gast nachvollziehbar und fair ist aber das wirtschaftliche Ergebnis deutlich verbessert erläuterte im Anschluss Gabriele Schulze.
 
Gäste unterscheiden sich hinsichtlich Buchungsverhalten, Preisbereitschaft, erforderlicher Flexibilität usw. was in unterschiedlichen Optionen abgebildet werden kann wobei jede Nachfragezeit einen „Normalpreis“ hat und ein Preisnachlass immer mit Restriktionen gekoppelt sein muss (z.B. nicht stornierbar, im Voraus zu bezahlen, Frühbucher etc.).

Preis-als-MarketingTool.JPG

Als goldene Regel gilt, dass kein Vertriebspartner bessere Konditionen haben darf als der eigene Direktvertrieb (z.B. Booking.genius) und dass unqualifizierte Rabatte seitens der Vertriebspartner ein absolutes No-Go sind.

Auch Gabriele Schulze forderte kreative Ansätze statt „Standard“-Zimmer zu „Standard“-Raten.

Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier.

Wir bedanken uns bei Direktor Johann Haberl und seinem Team vom Hotel Larimar für ihre Gastlichkeit und die abschließende Führung durch das Haus sowie bei allen Teilnehmern, unseren Referenten und Partnern:

powered by  ADA-Logo.jpg  hollu-Logo.jpg   Kroswang-Logo-_druck.jpg

Kontakt

Mag. Maria Wottawa

Leitung Mitgliederservice