Zukunft jetzt gestalten

Nachhaltigkeit – ökologische, soziale und ökonomische – wird von vielen Gästen nachgefragt. Immer
mehr Gastgeber agieren hier eigeninitiativ und vorbildlich. Andere hindern historische Bausubstanz
oder überschießende Kosten daran. Hier müssen Mittel und Wege gefunden werden, auf die spezifischen Anforderungen der Branche einzugehen und Kompromisse zu finden oder nicht vertretbare Unkosten in Grenzen zu halten oder zu ersetzen. Strafen sind da keine Option – sie helfen nicht weiter, sondern erschweren die Situation nur.
 

Energieeffizienz forcieren

Energie ist im Hotelbetrieb unverzichtbar. Es sind aber sehr wohl Einsparungen möglich, und die notwendige Energie muss nicht in vollem Umfang konventionell erzeugt werden, wie die Pioniere auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien mustergültig und auch wirtschaftlich erfolgreich vorzeigen. Mit dem Energieeffizienzgesetz wurde die Chance vergeben, den Umstieg durch positive Anreize zu forcieren.
 

Förderungen vereinfachen!

Vielfach können Mittel, die für Energieeffizienzmaßnahmen bereitgestellt werden, von KMU nicht abgerufen werden. Förderanträge und deren Abwicklung scheinen so strukturiert, dass möglichst wenige Förderungen beantragt, geschweige denn genehmigt werden. Von aktiver Beratung durch Profis, deren Ziel die Umsetzung von Fördermaßnahmen ist, sind wir weit entfernt.

To do: Schaffung einfacherer Förderstrukturen
 

Nachhaltig anreisen

Viel Potenzial wird bei der Kooperation zwischen öffentlichen Verkehrsträgern und Tourismusbetrieben liegen gelassen. Abgestimmte Fahrpläne, ein zeitgemäßer Ticketverkauf – online, aus einer Hand und zu attraktiven Preisen – und die Überwindung der „last mile“ würden die Anreise erleichtern. Besonders
für Gäste aus dem urbanen Raum müssen neue Lösungen gefunden werden: Der Anteil der Städter mit eigenem Auto sinkt kontinuierlich. Eine Antwort darauf kann Car Sharing sein: Die Anbieter bauen ihr Netz aus – eine Chance gerade für die Hotellerie im ländlichen Bereich.

To do: Ausbau von Car Sharing in ländlichen Regionen
 

Die Zukunft gehört der e-Mobility

Eine win-win-Situation für Umwelt, Technikanbieter, Hotelier und Gast wäre der Ausbau eines flächendeckenden e-Ladesäulennetzes mit Hotels als Anbietern. Ob gegen einen geringen Unkostenbeitrag, der immer noch unter dem Preis von Benzin bzw. Diesel liegt, oder als Kundenservice, ist nebensächlich. In jedem Fall würden sich Investitionen in den Ausbau eines flächendeckenden Netzes schnell auszahlen. Und Hotels mit Ladesäulen würden dann bei einer
rasch wachsenden Zahl umweltbewusst Reisender Pluspunkte sammeln.

To do: Ausbau des e-Ladesäulennetzes
 

Reiseströme entzerren

Abgestimmte Ferientermine würden Staus und Schadstoff-Emissionen verhindern und die Auslastung besser auf die vorhandenen Kapazitäten verteilen. Österreich ist davon als Urlaubs- und Transitland doppelt betroffen. Daher ist die Regierung gefordert, diese Debatte aktiv voranzutreiben. Langfristiges Ziel muss die Entzerrung der Reiseströme durch die europaweite Koordination der Ferienzeiten sein.

To do: Entzerrung der Reiseströme
 

Der Umwelt, dem Gaumen und der regionalen Wirtschaft zuliebe

Das Essen sollte nur in Ausnahmefällen eine weitere Anreise gehabt haben als der Gast. Viele Hoteliers setzen bewusst auf regionale Produkte – auch, weil sie so die Qualität besser kontrollieren können.

To do: Verstärkte Förderung der regionalen Wirtschaft
 

Kontakt

Oliver Schenk, MA

Public Affairs & Research