Kollektivvertrag Hotel- und Gastgewerbe

Der Kollektivvertrag regelt viele Rechte und Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, welche nicht in Gesetzen geregelt sind, wie z.B. Mindestgehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, usw.

Regelungen in Kollektivverträgen dürfen durch Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge nicht verschlechtert werden.

Jährlich werden durch die Arbeitnehmervertretung und die Arbeitgebervertretung die Rahmenbedingungen für die jeweilige Branche ausgehandelt.
 

Änderungen per 01. Mai 2017

Alle Bundesländer haben nun das fünfstufige Lohnsystem.
Der neue Mindestlohn liegt bei 1.460 Euro, er steigt mit Mai 2018 auf 1.500 Euro.
Heuer beträgt die Erhöhung im Durchschnitt 1,4 %.
Die Lehrlingsentschädigung beträgt ab 1. Mai 2017 im 1. Lehrjahr 700 Euro, im 2. Lehrjahr 800 Euro, im 3. Lehrjahr 900 Euro und im 4. Lehrjahr 1000 Euro.
 

Aktuelle Kollektivverträge

Hier finden Sie die aktuellen Kollektivverträge Hotel- und Gastgewerbe für Arbeiter und für Angestellte.
 

Geltung mehrerer KVs in einem Hotel

Die Zugehörigkeit eines Kollektivvertrags hängt zunächst von der Mitgliedschaft des Arbeitgebers zu der entsprechenden Fachorganisation der Wirtschaftskammer und damit von der Gewerbeberechtigung ab. Hat der Arbeitgeber eine Gewerbeberechtigung und verfügt die Fachorganisation für dieses Gewerbe über einen Kollektivvertrag, findet eben dieser Anwendung für alle erfassten Dienstverhältnisse.
 
Verfügt ein Arbeitgeber über mehrere Gewerbeberechtigungen in unterschiedlichen Fachorganisationen, für welche Kollektivverträge ausgehandelt wurden, sind die für jeden Wirtschaftsbereich geltenden Kollektivverträge anzuwenden, sofern der Betrieb in Betriebsteile oder in organisatorisch und fachlich abgegrenzte Betriebsabteilungen aufgeteilt ist. Diese Abgrenzung muss durch den ausschließlichen Einsatz der Arbeitnehmer in der jeweiligen Betriebsabteilung, einer räumlichen Trennung, getrennte Abrechnungen und einen separaten Verantwortlichen (Abteilungs- oder Bereichsleiter) gekennzeichnet sein.
 
Findet sich in einem Mischbetrieb keine organisatorische und fachliche Trennung der gewerblichen Tätigkeiten kommt trotz des Vorhandenseins mehrerer Kollektivverträge nur jener zum Einsatz, welcher für den maßgeblichen Wirtschaftsbereich (das Kerngeschäft des Betriebes) steht bzw. für welchen Bereich die größere Anzahl an Arbeitnehmern erfasst ist.
 
Spezielle Regelungen gelten für Professionisten, z.B. Tischler oder Masseure, wenn sie als solche eingesetzt werden. Für sie gelten zwar die Rahmenbedingungen des im Betrieb gültigen Kollektivvertrags (Überstundenwertung, Normalarbeitszeit, Aufwertung KV-Entlohnung), nicht jedoch die Lohnsätze; diese sind dem Kollektivvertrag der jeweiligen Branche (z.B. KV für Tischler) zu entnehmen.
 
Stand: Mai 2017
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Kontakt

Mag. Doris Schipfer

Mitgliederservice

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