Kollektivvertrag Hotel- und Gastgewerbe

Der Kollektivvertrag regelt viele Rechte und Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, welche nicht in Gesetzen geregelt sind, wie z.B. Mindestgehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, usw.

Regelungen in Kollektivverträgen dürfen durch Betriebsvereinbarungen und Arbeitsverträge nicht verschlechtert werden.

Jährlich werden durch die Arbeitnehmervertretung und die Arbeitgebervertretung die Rahmenbedingungen für die jeweilige Branche ausgehandelt.
 

Änderungen per 01. Mai 2016

  • die Löhne und Gehälter steigen in allen Bundesländern zw. 1,35 % und 1,50 %
  • der neue Mindestlohn bzw. das neue Mindestgehalt beträgt 1.420 Euro
  • Lehrlingsentschädigungen erhöhen sich um durchschnittlich 2,96 %
  • Nachtarbeitszuschlag wurde auf 21 Euro pro Nachteinheit erhöht
  • die Fehlgeldentschädigung wurde auf 31 Euro erhöht
Hier finden Sie die neue Gehaltstabelle, gültig ab 01. Mai 2016 sowie die Gegenüberstellung der Beschäftigungsgruppen alt und Beschäftigungsgruppen neu.
 

Aktuelle Kollektivverträge

Hier finden Sie die aktuellen Kollektivverträge Hotel- und Gastgewerbe für Arbeiter und für Angestellte.
 

Geltung mehrerer KVs in einem Hotel

Die Zugehörigkeit eines Kollektivvertrags hängt zunächst von der Mitgliedschaft des Arbeitgebers zu der entsprechenden Fachorganisation der Wirtschaftskammer und damit von der Gewerbeberechtigung ab. Hat der Arbeitgeber eine Gewerbeberechtigung und verfügt die Fachorganisation für dieses Gewerbe über einen Kollektivvertrag, findet eben dieser Anwendung für alle erfassten Dienstverhältnisse.
 
Verfügt ein Arbeitgeber über mehrere Gewerbeberechtigungen in unterschiedlichen Fachorganisationen, für welche Kollektivverträge ausgehandelt wurden, sind die für jeden Wirtschaftsbereich geltenden Kollektivverträge anzuwenden, sofern der Betrieb in Betriebsteile oder in organisatorisch und fachlich abgegrenzte Betriebsabteilungen aufgeteilt ist. Diese Abgrenzung muss durch den ausschließlichen Einsatz der Arbeitnehmer in der jeweiligen Betriebsabteilung, einer räumlichen Trennung, getrennte Abrechnungen und einen separaten Verantwortlichen (Abteilungs- oder Bereichsleiter) gekennzeichnet sein.
 
Findet sich in einem Mischbetrieb keine organisatorische und fachliche Trennung der gewerblichen Tätigkeiten kommt trotz des Vorhandenseins mehrerer Kollektivverträge nur jener zum Einsatz, welcher für den maßgeblichen Wirtschaftsbereich (das Kerngeschäft des Betriebes) steht bzw. für welchen Bereich die größere Anzahl an Arbeitnehmern erfasst ist.
 
Spezielle Regelungen gelten für Professionisten, z.B. Tischler oder Masseure, wenn sie als solche eingesetzt werden. Für sie gelten zwar die Rahmenbedingungen des im Betrieb gültigen Kollektivvertrags (Überstundenwertung, Normalarbeitszeit, Aufwertung KV-Entlohnung), nicht jedoch die Lohnsätze; diese sind dem Kollektivvertrag der jeweiligen Branche (z.B. KV für Tischler) zu entnehmen.
 
Stand: Februar 2017
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Kontakt

Mag. Doris Schipfer

Mitgliederservice